Kostenübernahme für Protonentherapie

Die Klärung der Kostenübernahme für Ihre Protonentherapie durch Ihre Krankenversicherung beginnt unser Case Management gemeinsam mit Ihnen schon dann, wenn Ihre Behandlungsfähigkeit festgestellt wurde und Sie sich für eine Erstvorstellung im WPE entschieden haben.

Kostenübernahme für Protonentherapie bei gesetzlicher Krankenversicherung

Mit einigen gesetzlichen Krankenkassen haben wir Verträge zur sogenannten Integrierten Versorgung abgeschlossen. Mit diesen Krankenkassen können wir direkt abrechnen und übernehmen für Sie die Formalitäten. In diesen Fällen müssen Sie lediglich eine Teilnahmeerklärung unterschreiben.

Andere Kassen bewilligen die Protonentherapie nach Einzelfallentscheidung nach einer individuellen Beantragung. Teilweise schalten hierzu die Krankenkassen den MDK (medizinischer Dienst der Krankenversicherung) für die Entscheidung der Einzelprüfung ein. Die dazu erforderlichen Unterlagen (Kostenvoranschlag und das dazugehörige ärztliche Begründungsschreiben) senden wir Ihnen oder Ihrer Krankenkasse zu.

Kostenübernahme für Protonentherapie bei privater Krankenversicherung

Auch für privat versicherte Patienten versuchen wir über unser Case Management die Zahlungsmodalitäten für das Therapieverfahren zu erleichtern. Mit einzelnen Kassen gibt es ebenfalls bereits Einigungen zur Kostenübernahme oder Abstimmungen zu den Abläufen.

Grundsätzlich wird für jeden Patienten ein individueller Kostenvoranschlag erstellt. Dieser orientiert sich an den Krankheits- und Befundberichten und der damit verbundenen voraussichtlichen Behandlungsdauer. Dieser muss dann durch den Patienten bei der entsprechenden Krankenkasse und ggfs. Beihilfe zur Genehmigung vorgelegt werden. Der Behandlungsvertrag selbst wird mit dem Patienten abgeschlossen.

Kostenübernahme für Protonentherapie bei EU-Patienten

Für Patienten aus EU-Mitgliedsstaaten gelten die Grundsätze der Arztfreiheit mit der Möglichkeit, dass sie sich auch in Deutschland einer Behandlung gegen Kostenerstattung durch Ihre jeweilige Krankenkasse entscheiden können. Demnach kann ein Patient aus einem EU-Mitgliedsstaat grundsätzlich Kostenerstattung beanspruchen, wenn er sich in Deutschland einer Protonenbestrahlung unterzieht.

Dies gilt auch für im EU-Ausland wohnende Patienten, die nur zum Zwecke der Behandlung nach Deutschland einreisen. Für die Abwicklung der Behandlung gibt es zwischen der ausländischen und der betreffenden deutschen Krankenkasse ein formalisiertes Abrechnungsverfahren.
Dazu beantragen Sie bitte bei Ihrer Kasse das dazu erforderliche E 112/S2 Formular und senden Sie dieses, gemeinsam mit einer Kopie Ihres Passes an unser Case Management.

Das ausländische Versicherungssystem kann bestimmte vom Patienten einzuhaltende formale Obliegenheiten vorsehen, bitte nehmen Sie zu diesen Fragestellungen ebenfalls Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf. Sollte Ihre Krankenkasse nicht dem S2 /E112 Abrechnungsverfahren angeschlossen sein, berechnen wir für die Behandlung auf Basis einer Kostenschätzung eine Vorkasse, die der Patient vor Behandlungsbeginn aufbringen muss.

Ihre Ansprechpartner

Ansprechpartner zum Thema Hirntumor, HNO-Tumor und Sarkom im Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen

Unser Case Management steht Ihnen, Ihren Angehörigen und zuweisenden Ärzten bei Fragen gerne jederzeit zur Verfügung. Bis zum Behandlungsbeginn haben Sie durchgehend ein und denselben Ansprechpartner.