Protonentherapie

Die Protonentherapie ist eine moderne und präzise Form der Strahlentherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen, die aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften als besonders schonend und wirksam gilt. Seit Jahrzehnten wird sie weltweit eingesetzt. Mit technischem Fortschritt und zunehmenden Investitionen wird Protonentherapie immer flächendeckender verfügbar und für immer mehr Indikationen eingesetzt.

Protonenstrahlung

Eine Strahlentherapie ist umso verträglicher, je genauer sie auf das zu zerstörende Tumorgewebe fokussiert werden kann. Und genau hier bieten die Protonen einen großen Vorteil: Die Energieabgabe der Protonen nach Eintritt ins Gewebe erfolgt zunächst nur geringfügig und steigt erst nach nahezu vollständiger Abbremsung schlagartig an – eine kleine „Explosion“, die frei und millimetergenau gesteuert werden kann. Nach dem Dosismaximum stoppt die Wirkung des Strahls dann abrupt ab, so dass unmittelbar hinter dem Tumor liegendes, gesundes Gewebe so gut wie keine Belastung erfährt.

Die Verträglichkeit der Behandlung ist für die Patienten in der Regel gut: Sie können meist ihrem Alltag nachgehen, ohne durch starke Nebenwirkungen zu stark beeinträchtigt zu sein. Natürlich sind die akuten Nebenwirkungen der Therapie aber auch von anderen Faktoren wie z.B. Medikamenteneinnahmen abhängig. Langfristig hoffen wir, mit einer Protonentherapie das Risiko für Spätfolgen oder Zweittumoren nach einer Strahlenbehandlung zu verringern.

Strahlenwirkung

Ziel jeder Strahlenbehandlung ist es, Tumorzellen zu deaktivieren. Ihre Teilungsfähigkeit soll gestoppt, die Erbsubstanz der Tumorzellen irreparabel geschädigt werden. Dies bewirken ionisierende Strahlen: Sie schädigen den Kern sowie die Membran der Tumorzellen.

Allerdings kann schlimmsten Falls auch das umgebende, gesunde Gewebe leiden. Darum ist eine genaue Planung und Behandlung so wichtig, um die gezielte Wirkung im Tumor sicherzustellen und das umgebende Normalgewebe aber so wenig wie möglich zu belasten.