• Bericht von der 70. PSAPOH-Tagung vom 22.5.-24.5.2017 in Heidelberg

    Bericht von der 70. PSAPOH-Tagung vom 22.5.-24.5.2017 in Heidelberg

    „It’s networking – or not working!“
    Bericht von der 70. PSAPOH-Tagung vom 22.5.-24.5.2017 in Heidelberg

    Essen/ Heidelberg (nic) Zum 70. Mal hatte die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie (PSAPOH) Ende Mai zur Sommertagung ins Waldpiratencamp der Deutschen Kinderkrebsstiftung nach Heidelberg geladen. Zahlreiche Mitarbeiter aus verschiedenen psychosozialen Arbeitsfeldern kamen aus dem deutschsprachigen Raum zusammen, um sich auszutauschen und fortzubilden.

    In diesem Jahr gehörte Diplom-Sozialpädagogin Nicole Stember, seit Anfang 2016 am WPE in der psychosozialen Begleitung von Kindern und Familien tätig, zum sechsköpfigen Vorbereitungsteam und moderierte die dreitägige Veranstaltung zum Thema „Gemeinsam (sind wir) stark! Interdisziplinäre Kompetenz und institutionelle Zusammenarbeit“.

    Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohle des erkrankten Kindes und der Familie optimiert werden kann und welcher Kompetenzen es bedarf. Dem Patienten und seiner Familie steht meist eine Vielzahl von Hilfsangeboten zur Verfügung –medizinische, pflegerische, psychosoziale sowie ehrenamtliche Angebote – die koordiniert werden wollen und sollen. Zudem wurde kritisch hinterfragt, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit beeinflusst. Gibt es institutionelle oder berufsgruppenspezifische Konkurrenzen? Zusammen mit den Teilnehmern wurde erarbeitet, wie eine gute Zusammenarbeit gelingen kann und welchen Hemmnissen sie eventuell unterliegt.

    Zum Einstieg führte das Schauspielensemble der Theaterwerkstatt Heidelberg auf spielerische Weise in das Thema ein. Im anschließenden Fachvortrag rückte Dipl.-Psychologin Simone Brandstätter den Fokus verstärkt auf die wissenschaftlichen Aspekte der Interdisziplinären Zusammenarbeit. Im Gegensatz zu vorherigen Tagungen entschied sich das Vorbereitungsteam für eine besondere Methode und lud die Teilnehmer zum „Open Space“ ein – eine offene Konferenzmethode, die sich wie eine organisierte Pause ausmacht, denn: die wichtigen Dinge ereignen sich oftmals im informellen Teil einer Tagung – in der Kaffeepause -, wenn die Teilnehmer in kleinen Gruppen zusammenstehen und besprechen, was ihnen wichtig ist. Auf diese Weise konnten am zweiten Tagungstag in drei Zeitfenstern und fünf Arbeitsräumen 15 (!!!) Themen im Rahmen des „Open Space“ eingebracht, bearbeitet und dokumentiert werden – eine reiche „Ernte“.

    Zum Ende der Tagung kamen noch die Menschen zu Wort, um die es vor allem geht: Ehemals Betroffene (Patient, Geschwisterkind und Eltern) sprachen sehr offen und ehrlich über ihre Erfahrungen während und nach der Therapiezeit, wodurch verstärkt deutlich wurde:
    “It’s networking – or not working!”

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