Fünf Jahre WPE. Im Bild (v.l.n.r.): Prof. Jochen A. Werner, Prof. Jan Buer, Prof. Beate Timmermann, Thorsten Kaatze, Bürgermeister Rudolf Jelinek, Dr. Rainer Kundt.

Fünf Jahre WPE – Hoffnung für immer mehr Krebspatienten

Am 29. Mai 2013 wurde im Westdeutschen Protonentherapiezentrum der erste Patient behandelt. Als eines der modernsten Zentren der Welt und größte Einrichtung seiner Art in Deutschland bietet das WPE ein besonders großes Spektrum an Therapiemöglichkeiten. Eine Chance, die mittlerweile über 1.200 Patientinnen und Patienten nutzen wollten.

„Das WPE ist eines der markantesten Leuchttürme der Universitätsmedizin Essen, aber auch für das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt“, betonte der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Jochen A. Werner, bei einer kleinen Feierstunde zum Jubiläum. „Es ergänzt und komplettiert in hervorragender Weise unsere onkologische Expertise. Als integraler Bestandteil des Westdeutschen Tumorzentrums und zusammen mit allen Fachkliniken können wir unseren Patienten eine auch im internationalen Vergleich herausragende Behandlung anbieten. Damit repräsentiert das WPE unseren Anspruch, als führender Anbieter in der medizinischen und insbesondere der onkologischen Versorgung mitten im größten Ballungszentrum Deutschlands und drittgrößten Ballungsraum Europas medizinische Spitzenleistungen zu erbringen“, so Prof. Werner weiter.

„Fünf Jahre WPE sind ein guter Anlass, um uns bei den bislang über 1.200 Patienten für ihr Vertrauen, aber auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement herzlich zu bedanken“, sagte die Ärztliche Leiterin des WPE und Direktorin der Klinik für Partikeltherapie, Prof. Dr. Beate Timmermann. „Wir verfügen personell, medizinisch und organisatorisch über hervorragende Bedingungen, die für das WPE auch zukünftig erfolgreich kontinuierlich wichtige Innovationsschritte gewährleisten können.“ Neben den Behandlungsschwerpunkten auf Tumoren im Kindesalter, Hirn- und HNO-Tumoren, Sarkomen und Prostatakarzinomen wird das Behandlungsspektrum in diesem und im kommenden Jahr um weitere Krebsarten, etwa Lungenkarzinome oder Tumoren am Auge, erweitert.

Die Protonentherapie ist eine moderne und präzise Form der Strahlentherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften ist sie besonders schonend, weil das Gewebe um den Tumor weitgehend intakt bleibt. Die Protonentherapie ist aufgrund der geringen Belastung des noch unreifen und empfindlichen Gewebes in der Wachstumsphase besonders für Kinder geeignet, die über die Hälfte der Patienten stellen. Damit ist das WPE Europas größtes Strahlentherapiezentrum für Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Behandelt werden am WPE insbesondere Tumoren im Kopf-, Wirbelsäulen- und Beckenbereich sowie Sarkome von Schädelbasis, Gesichtsschädel, Wirbelsäule und Becken.