Prof. Timmermann ist die Direktorin der Klinik für Partikeltherapie der Universitätsmedizin Essen und Ärztliche Leiterin des Westdeutschen Protonentherapiezentrums.

Gefragte Expertise: Seit Dezember ist Prof. Beate Timmermann Mitglied der ACROP-Gruppe

Im Dezember 2020 wurde Prof. Dr. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie am WPE, in die ACROP-Gruppe (Advisory Committee on Radiation Oncology Practice) der European Society for Therapeutic Radiology and Oncology (ESTRO) aufgenommen. Aufgabe der ACROP: die Entwicklung und Empfehlung klinischer und technischer Leitlinien im Bereich der Radioonkologie. Das gemeinsame Ziel: optimale Behandlungsoptionen für Krebspatientinnen und -patienten.

Seit 2012 berät die ACROP-Gruppe ESTRO-Vorstand und -Räte im Hinblick auf radioonkologische Behandlungsleitlinien und liefert auf diese Weise die Basis für die eigentlichen Handlungs- und Therapieempfehlungen der ESTRO. Die Gruppe vereint Praktiker sowie Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, die multidisziplinär und indikationsübergreifend arbeiten. Gefördert wird darüber hinaus der wissenschaftliche Austausch mit anderen onkologischen Gesellschaften, und das sowohl innerhalb Europas als auch international, also beispielsweise mit ECCO (European Cancer Organisation), der ASTRO (American Society for Radiation Oncology) oder der UICC (International Union against Cancer).

Der Themenschwerpunkt der ärztlichen Leiterin des WPE und Direktorin der Klinik für Partikeltherapie der Universitätsmedizin Essen wird künftig innerhalb der ACROP auf der Entwicklung bzw. Optimierung von Leitlinien zur Bestrahlung von Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS) liegen, also von Tumoren, die ihren Ursprung im Gehirn oder Rückenmark haben. „Ich bin sehr stolz, in diesem Gremium anerkannter Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Hirntumoren tätig sein zu können“, so Prof. Dr. Beate Timmermann, „und ich freue mich darauf, mein Wissen und die wichtigen Erkenntnisse, die wir bei unserer täglichen Arbeit sowie in der Forschung am Westdeutschen Protonentherapiezentrum und im Westdeutschen Tumorzentrum gewinnen, in die ESTRO und damit in die klinische Praxis der Strahlentherapie in Europa einbringen zu können“.

Weitere Informationen zur ACROP-Gruppe sowie eine Übersicht über bislang entwickelte klinische und technische Leitlinien unter https://www.estro.org/Science/Guidelines