Gemeinsam helfen: „Sarkomtour“

Radfahren ist gesund. In vielerlei Hinsicht – und bisweilen auch im übertragenen Sinn: Anfang September fand am Baldeneysee die „12. Essener Sarkomtour“ der Stiftung Universitätsmedizin statt. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde die traditionelle Spendenaktion dabei als sogenannte „Sponsoren-Radtour“ absolviert. Unter dem Motto „Gemeinsam Sarkome besiegen“ kamen in diesem Jahr 54.000 Euro für die Sarkomforschung am Westdeutschen Tumorzentrum des UK Essen zusammen. Rund 200 Teilnehmer hatten insgesamt über 7100 Kilometer, also etwa 500 Runden um den Baldeneysee, absolviert.

Sarkome sind in besonderem Maße herausfordernde Krebserkrankungen – und treten gerade auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Sarkom ist dabei nicht gleich Sarkom; unter diesem Oberbegriff werden mehr als 150 verschiedene Tumorarten gefasst. Anders als bei anderen Krebsarten ist die Risikoeinschätzung bei Sarkomen oft sehr schwierig. Und: Lokal sind Sarkome immer aggressiv.

Verglichen mit Lungen- oder Brustkrebs jedoch sind Sarkome eher selten. Das erschwert nicht nur ihre eigentliche Diagnose, sondern stellt auch die dringend notwendige Sarkomforschung vor eine Herausforderung: „Wissenschaftliche Projekte über Sarkome werden nur selten gefördert“, resümiert Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin. Der entscheidende Grund, warum die Stiftung gemeinsam mit dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) und der Patientenorganisation „Das Lebenshaus“ vor zwölf Jahren die „Sarkomtour“ ins Leben gerufen hat.

Das Prinzip ist so einfach wie effizient: Im Rahmen der „Sponsoren-Radtour“ suchen sich die Teilnehmer im Vorfeld Sponsoren, die für jeden gefahrenen Kilometer einen individuell festgelegten Betrag stiften. Ein Verfahren, das mitunter zu „Höchstleistungen“ animiert: Der „Kraft-Pokal“ für den Kilometerrekord etwa ging in diesem Jahr an Florian Zimmermann, der 168 Kilometer erradelte; die traditionelle Bergwertung im Wanderpokal gewann Dr. Thomas Mühlenberg, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Translationale Sarkomforschung der Inneren Klinik (Tumorforschung) des UK Essen.  „Die Spenden kommen zu 100 Prozent der Sarkomforschung am WTZ zugute“, versichert Ness. Schwerpunkte dort sind unter anderem die Erforschung neuartiger, zielgerichteter Therapien von Weichteilsarkomen, insbesondere Gastrointestinaler Stromatumoren (GIST), sowie die Validierung neuer Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen.

Die nächste „Sarkomtour“ findet am 1. September 2018 statt.

Spendenkonto:
Stiftung Universitätsmedizin
Spendenkonto DE 09 3702 05 0005 0005 0005
BFSWDE 33
Stichwort: Sarkomforschung
Weitere Informationen: www.sarkomtour.de