HARMONIC -Treffen in Essen

Am 15. und 16. November trafen sich die Mitglieder des HARMONIC-Konsortiums in Essen – dem ersten persönlichen Treffen seit dem Start des Projekts im Juni 2019 -, um die erzielten Fortschritte und die Maßnahmen für die nächsten zwei Jahre der Projektlaufzeit zu besprechen.

HARMONIC (Health Effects of Cardiac Fluoroscopy and Modern Radiotherapy in Peadiatrics) ist ein von der EU finanziertes Projekt, das darauf abzielt, die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der medizinischen Exposition gegenüber ionisierender Strahlung bei Kindern besser zu verstehen. Dies gilt insbesondere für Krebspatienten, die mit fortschrittlichen Strahlentherapieverfahren behandelt werden und für Herzpatienten, die mit röntgengeführten Bildgebungsverfahren behandelt werden. Das Projekt hat eine Laufzeit von 66 Monaten und wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 847707 finanziert. Weitere Informationen: harmonicproject.eu

Das Treffen wurde von Prof. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie und Ärztliche Leiterin des WPE, zusammen mit ihrem Team ausgerichtet und organisiert. 35 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von den 24 verschiedenen europäischen Standorten kamen zum persönlichen Austausch zusammen. Die wichtigsten Ergebnisse der sechs Arbeitspakete (WP) wurden vorgestellt und die nächsten Schritte diskutiert. Prof. Beate Timmermann, Co-Leiterin des WP Strahlentherapie und PI, eröffnete und moderierte das Treffen, unterstützt von Dr. Isabelle Thierry Chef, HARMONIC-Koordinatorin (IS Global, Spanien).

Die wichtigsten Ergebnisse für den Standort Essen kurz zusammengefasst:

Das vom WPE-Team betreute Arbeitspaket, welches sich mit pädiatrischen Krebspatienten befasst, die sich einer modernen Strahlentherapie unterziehen, hat wichtige Meilensteine erreicht. Die Datenbank ist validiert und läuft. Mehr als 1.200 Patienten wurden bereits rekrutiert, und bis zum Ende des Projekts werden insgesamt 2.500 Patienten erwartet. Das Team arbeitet nun u.a. daran, sich mit externen Registern für die langfristige Nachverfolgung zu verbinden. Die Teammitglieder betonten, wie wichtig es ist, die Interaktion mit anderen europäischen Plattformen zu verstärken und den rechtlichen Rahmen vorzubereiten, um das Patientenregister über den aktuellen EU-Finanzierungszeitraum hinaus zu erhalten.

Das ebenfalls vom WPE-Team mitbetreute Arbeitspaket, das sich mit der Dosimetrie befasst, hat bereits die Analyseinstrumente validiert, die für die Schätzung der Dosen außerhalb des Bestrahlungsfeldes bei Kindern, die mit Photonen- und Protonentherapie behandelt wurden, erforderlich sind. Aktuell wird eine Veröffentlichung vorbereitet, in der alle Messdaten an bestrahlten Phantomen kombiniert werden, um die durchschnittlichen Dosen zu schätzen, die die verschiedenen Organe erhalten haben. So soll zukünftig das Risiko von Sekundärtumoren abgeschätzt werden. Das WP hat außerdem eine Software zur Dosisrekonstruktion für Herzdurchleuchtungseingriffe entwickelt und arbeitet an der Gesamtstrategie für die groß angelegte individuelle Dosisrekonstruktion.

Weitere Informationen zu dem Projekt haben wir hier zusammengestellt.