Förderung der Deutschen Kinderkrebsstiftung für HIT-Konsortium erneut verlängert

2019 hatte das HIT-Konsortium im Rahmen des HIT-Behandlungsnetzwerks seine Arbeit aufgenommen. Nun wurde die Förderung der Deutschen Kinderkrebsstiftung für weitere drei Jahre in Höhe von mehr als 900.000 EUR erneuert.

HIT ist dabei kurz für Hirntumoren und das HIT-Netzwerk vereint innerhalb der GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) jene onkologischen Behandler und Studien, die sich auf Hirntumoren im Kindesalter konzentrieren. Das HIT-Konsortium bündelt die Expertise von vier hauptverantwortlichen strahlentherapeutischen Einrichtungen in Deutschland:

  • der Essener Klinik für Partikeltherapie am WPE des UK Essen
  • der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am UK Heidelberg
  • der Klinik für Strahlentherapie am UK Dresden sowie
  • der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UK Hamburg-Eppendorf.

Prof. Dr. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie und Ärztliche Leiterin am WPE, ist Sprecherin des Konsortiums. Am Standort Essen betreut sie als Referenzstrahlentherapeutin acht der insgesamt zehn HIT-Studiengruppen.

Eines der wichtigsten Themen des Konsortiums ist die strahlentherapeutische Qualitätssicherung (Radiotherapy Quality Assurance, RTQA). Immer ausgereiftere Bestrahlungstechniken machen zwar einerseits eine immer bessere Eingrenzung des Tumorvolumens und eine bessere Anpassung der Bestrahlungsdosis möglich. Gleichzeitig steigen aber auch die Anforderungen an Strahlentherapeutinnen und -therapeuten bzw. Medizinphysikexperten, die gemeinsam den jeweiligen Bestrahlungsplan erstellen. Durch die RTQA-Maßnahmen erfolgt für alle Patientinnen und Patienten eine Art externe Vier-Augenprüfung eines strahlentherapeutischen Behandlungsplans.

Neben diesen strahlentherapeutischen Fallberatungen bzw. Mitbeurteilung und Therapie-Empfehlungen bringt sich das Konsortium in die Entwicklung und Umsetzung von Studien, Registern und Leitlinien zur Bestrahlung verschiedener Hirntumoren ein. Darüber hinaus widmet es sich der Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der pädiatrischen Strahlentherapie.

Weitere Informationen zum HIT-Konsortium und den weiteren Aufgaben finden Sie im Interview mit Prof. Timmermann aus dem Jahr 2020.

Weitere Informationen zum Thema Referenzzentrum finden Sie auf dieser Seite.