
Stellenangebot:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter / wissenschaftliche Mitarbeiterin (m/w/d) im DFG-Projekt: Integrierte, 3D-gedruckte Faraday-Cup-Detektoren für Phantom-Dosimetrie
Im Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) ist
zum 01.01.2027
in dem von der DFG geförderten Forschungsprojekt „Dosimetrie mit dem Faraday-Cup für Protonentherapie mit dem Nadelstrahlverfahren“ eine 75% wissenschaftliche Mitarbeiter/in (m/w/d) Stelle im Bereich der Medizinphysik für die Dauer von 30 Monaten zu besetzen.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Untersuchung neuer Ansätze zur Dosimetrie von Protonenfeldern für Faraday Cups für die Protonentherapie mit dem Nadelstrahlverfahren (Spot Scanning / Pencil Beam Scanning (PBS)). Dabei werden sowohl grundlegende Fragestellungen der Protonendosimetrie als auch anwendungsorientierte Aspekte der klinischen Dosimetrie untersucht.
Im Fokus dieser Stelle steht die anwendungsspezifische Dosimetrie. Hierzu sollen Phantome mit integrierten Faraday Cups für dosimetrische Messungen entwickelt und mithilfe additiver Fertigungstechniken hergestellt sowie Mehrkanal-Auslesesysteme für die experimentellen Untersuchungen in Betrieb genommen werden. Die Arbeiten umfassen zudem experimentelle Untersuchungen mit Protonenstrahlung sowie Rechnungen und Simulationen für dosimetrische Fragestellungen. Im Rahmen des Projektes soll eine Promotion angestrebt werden. Die Promotion ist eingebettet in die medizinische und medizinphysikalische Forschung am WPE sowie in die regionale Forschungslandschaft der Ruhr-Universitäten, insbesondere in dem DFG-geförderten Graduiertenkolleg 3043 AMTEC-PRO – Advanced Methods and Technologies for Proton Therapy.
Die Entgeltzahlung erfolgt entsprechend den tarifrechtlichen Regelungen nach TV-Länder EG 13.
Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen
Am Mühlenbach 1, 45147 Essen
Stunden: 75 Prozent
Beginn: 01.01.2027
Dauer: 30 Monate
Vergütung: TV-Länder EG 13
Arbeiten in der Universitätsmedizin Essen
Als universitäres Klinikum der Maximalversorgung mit einer Kapazität von rund 1.300 Betten betreuen wir mit über 6.000 Beschäftigten in 26 Kliniken, 23 Instituten und Fachzentren jährlich 225.000 Patienten. Unser Haus bietet medizinische Versorgung, modernste Diagnostik und umfassende Therapie mit höchstem internationalem Standard. Hinzu kommt ein umfangreiches Leistungsspektrum in Forschung und Lehre auf international konkurrenzfähigem Niveau.


Arbeiten im Herzen des Ruhrgebiets
In Essen, im Herzen des Ruhrgebiets und der grünen Hauptstadt Europas 2017, bietet die Klinik für Partikeltherapie am WPE ein herausforderndes Aufgabenfeld bei der Anwendung der hochmodernen Protonentherapie zur wirkungsvollen aber zugleich besonders schonenden Therapie von Tumorerkrankungen. Seit 2013 werden am WPE ambulant Patienten u.a. mit Tumoren des ZNS, Kopf-Hals-Tumoren, Sarkomen, Prostatakarzinomen und Tumoren des Kindesalters mit der Protonentherapie erfolgreich behandelt. Seit seiner Eröffnung hat das WPE einen weltweit anerkannten hervorragenden Ruf erworben. Zahlreiche Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene sind ein Beleg für das hohe therapeutische und wissenschaftliche Niveau unserer Arbeit. Das Ergebnis: unsere Patienten kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern darüber hinaus auch aus vielen weiteren europäischen und außereuropäischen Ländern zu uns nach Essen. Deswegen suchen wir Sie als Verstärkung für unser Team.
Arbeiten am WPE
In unserem Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) wird unter der Leitung von Univ.-Prof. Beate Timmermann eine hochmoderne Strahlentherapie für Tumorerkrankungen mit Protonen angeboten. Herzstück der Anlage ist ein 230 MeV Zyklotron. In den vier Behandlungsräumen befinden sich drei, sich um 360 Grad drehbare Gantries und ein Fixed-Beam Raum mit 2 starren Strahllinien. Jede der drehbaren Gantries wiegt ca. 120 Tonnen und sorgt dennoch für eine Genauigkeit von bis zu 0,25 Grad. Durch die Pencil Beam Scanning Methode (PBS) und ein hochmoderne Therapieplanungssystem wird die Intensitätsmodulierte Protonentherapie (IMPT) eingesetzt. Dadurch kann im WPE bei Tumoren des Zentralen Nervensystems (ZNS) die gesamte Kraniospinale Achse (CSA, beinhaltet Gehirn und Spinalkanal) routinemäßig bestrahlt werden. Die Verfügbarkeit der IMPT ermöglicht zudem einen Simultaneous Integrated Boost(SIB) – also eine gleichzeitige Boostbestrahlung.


Das DFG-Projekt
Das Forschungsprojekt „Dosimetrie mit dem Faraday-Cup für Protonentherapie mit dem Nadelstrahlverfahren“ beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung der Dosimetrie in der Protonentherapie. Eine präzise Bestimmung der Protonendosis ist eine wichtige Grundlage für die sichere und genaue Durchführung von Protonenbehandlungen. Gleichzeitig stellen moderne Bestrahlungsverfahren wie das Pencil Beam Scanning neue Anforderungen an die Dosimetrie.
Das Forschungsteam entwickelt die Dosimetrie mit einem Faraday-Cup weiter, der die Anzahl der Protonen beziehungsweise die Protonenfluenz der einzelnen, sehr kleinen Protonenstrahlen („Spots“) eines Pencil-Beam-Scanning-Systems erfassen kann. Ein Schwerpunkt des Projektes liegt dabei auf der anwendungsspezifischen Dosimetrie und der Entwicklung geeigneter Phantome für dosimetrische Messungen. Ziel ist eine präzise und robuste Protonendosimetrie bei vergleichsweise geringem technischen Aufwand, die sowohl für aktuelle als auch für zukünftige Anwendungen der Protonentherapie genutzt werden kann.
Ihr Aufgabenfeld
- Durchführung von Forschungsaktivitäten im oben genannten Projekt mit dem Ziel einer Promotion. Der Fokus liegt auf anwendungsspezifischer Dosimetrie.
- Design von Phantomen für Dosimetriemessungen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Herstellung von Phantomen mit additiven Fertigungstechniken sowie der Inbetriebnahme der Mehrkanal-Ausleseelektronik.
- Durchführung von Experimenten mit Protonenstrahl.
- Durchführung von Rechnungen und Simulationen für dosimetrische Zwecke.
- Anfertigung von Publikationen und Präsentationen von wissenschaftlichen Ergebnissen auf Tagungen.
- Mitwirkung beim Ausbildungsprogramm und beim wissenschaftlichen Austausch des DFG Graduiertenkollegs 3043 AMTEC-PRO.


Ihr Profil
- Ein einschlägiges abgeschlossenes Masterstudium, z.B. in Medizintechnik, im Ingenieurwesen, in der Chemie oder Physik
- Tiefgreifende Kenntnisse in 3D-Druck Verfahren
- Elektronikkenntnisse und Programmiererfahrung
- Englischkenntnisse auf dem B2-Niveau
- Kenntnisse auf dem Gebiet der Strahlentherapie oder der radiologischen Bildgebung sind erwünscht aber nicht notwendig
Freuen Sie sich auf
- Eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit in einem hochqualifizierten, interdisziplinären, aufgeschlossenen und kollegialen Team in einem der europaweit größten Zentren für Protonentherapie sowie praktische Erfahrung im Physik-Team.
- Sie arbeiten eng mit einem Team von strahlentherapeutischen Experten zusammen
- Sie sind Teil eines universitären, interdisziplinären Umfelds mit diversen wissenschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten
- Geregelte Arbeitszeiten ohne Nachtdienste
- Selbständiges Arbeiten in einem harmonischen Team
- Faire Bezahlung nach Tarif (TV-Länder)
- Familienfreundliche Unternehmenskultur, z. B. Ferienprogramm für schulpflichtige Kinder, Beratung und Unterstützung durch das MitarbeiterServiceBüro in allen Lebenslagen
- Aktives Gesundheitsmanagement, z. B. Förderung von Sportangeboten
- Attraktive Zusatzleistungen, bspw. Jobticket für den ÖPNV, Gemeinschaftsevents, Wohnheimplätze

Jetzt bewerben! Und Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im DFG-Projekt werden!
Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen und Motivationsschreiben bis zum 15. Oktober 2026 an wpe-jobs@uk-essen.de
Prof. Dr. Christian Bäumer
Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen (WPE)
Universitätsmedizin Essen
Weitere Auskünfte:
Tel. 0201-723 83930
Bewerbungen von Menschen aller Geschlechter sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Frauen werden entsprechend der gesetzlichen Regelungen bevorzugt behandelt.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Bewerbung geeigneter Schwerbehinderter erwünscht ist. Zur Berücksichtigung einer Schwerbehinderung weisen Sie diese bitte durch geeignete Unterlagen nach.
Protonentherapie

Die Strahlentherapie mit Protonen gilt als besonders schonend. Hintergründe und Wirkweise zur Protonentherapie haben wir auf dieser Seite zusammengefasst.
Behandelbare Tumoren

Aufgrund unserer Expertise und der intensiven Zusammenarbeit mit den verschiedenen Disziplinen des Universitätsklinikums Essen können wir am WPE eine Vielzahl von Tumoren mit der Protonentherapie bestrahlen.
Interdisziplinarität

Im Westdeutschen Protonentherapiezentrum arbeiten unterschiedliche Berufsgruppen zusammen, um die beste Therapie für die Patienten zu ermöglichen. Zusammen gibt es diverse Teamevents.