Neben der Operation und der Chemotherapie gilt die Protonentherapie als wichtige Option in der Behandlung eines Prostatakarzinoms.

Protonentherapie bei Prostatakrebs – Landesverband der Selbsthilfegruppen besuchte das WPE

Mitglieder des Landesverbandes der Prostataselbsthilfegruppen NRW waren am 27. März zu Gast am WPE. Neben der Operation und der Chemotherapie gilt die Strahlentherapie – und dabei insbesondere die schonende Protonentherapie – als wichtige Option in der Behandlung eines Prostatakarzinoms. Vor Ort konnten sich die Mitglieder der Selbsthilfegruppen aus erster Hand über die Möglichkeiten des WPE und die Chancen der Bestrahlung mit Protonen informieren.

Dr. Dirk Geismar, Oberarzt am WPE und Facharzt für Strahlentherapie, erläuterte den anwesenden Gästen die Wirkweise der Therapie im Allgemeinen sowie die Vorteile des Verfahrens bei der Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs. „Studien haben sehr deutlich gezeigt, dass eine hohe Strahlendosis bei einem Prostatakarzinom hervorragende Heilungschancen möglich macht – dies aber mit der Gefahr von Nebenwirkungen“, so Dr. Geismar. Hier greifen die Vorteile der Protonentherapie, die mit einer deutlich geringeren Belastung des umgebenden Gewebes, etwa des Enddarms oder der Blase, einhergehen, wodurch das Risiko einer langfristigen Schädigung in diesen Bereichen sinke.

Ebenfalls auf dem Besuchsplan stand im Anschluss das Case Management des WPE, das unter anderem die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen oder die Kontaktaufnahme mit den Experten des WPE ansprach. Bei einer abschließenden Führung konnten die Besucher die Behandlungsräume und die Protonentechnik in Augenschein nehmen.