Anmeldung zur Protonentherapie

Ihre erste Anlaufstelle im WPE ist unser Case Management. Hier können Sie erste Informationen einholen sowie Broschüren oder die Anmeldeunterlagen anfordern. Patienten aus dem Ausland bieten wir Dolmetscher und Übersetzungsdienste an.

Die Mitarbeiterinnen des Case Managements sind direkter Ansprechpartner für die Patienten des WPE. Links: Franziska Herbst, rechts Vanessa Schott.

Die Mitarbeiterinnen des Case Managements sind direkter Ansprechpartner für die Patienten des WPE. Links: Franziska Herbst, rechts Vanessa Schott.

Um Ihnen oder Ihrem behandelnden Arzt eine für Ihre Situation individuelle Auskunft geben zu können, benötigen wir vorerst immer Informationen zu Ihrer Person und Ihrer Diagnose. Das Case Management hilft Ihnen oder gerne auch Ihrem behandelnden Arzt zu allen Fragen bezüglich Protonentherapie mit den dazu notwendigen Auskünften.

Nach Vorliegen Ihrer Befunde so können wir eine vorläufige Aussage zur Behandlungsfähigkeit sowie in Folge Fragen zur Dauer der Therapie, Möglichkeiten einer Kostenübernahme oder zu eventuell anfallenden Kosten treffen und Sie zu einem Termin in die Sprechstunde in unser Protonencenter einladen.

Eine definitive Entscheidung zur Protonentherapie erfolgt immer erst nach der Einbestellung in die Sprechstunde bzw. falls erforderlich auch erst nach weiterer bei uns durchgeführter Diagnostik.

Meine Befunde und Unterlagen werden vom Arzt nicht ausgehändigt. Was soll ich tun?

Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Dieser kann Befunde jederzeit für Sie anfordern. Sollten Sie dennoch Schwierigkeiten haben, wenden Sie sich bitte an unser Case Management. Unsere Mitarbeiter werden gerne versuchen, Sie zu unterstützen.

Brauche ich für die Protonenbestrahlung eine ärztliche Überweisung?

Bitte bringen Sie zum ersten Termin eine Überweisung adressiert für die Institutsambulanz Universitätsklinikum Essen mit. Bei Rückfragen stimmen Sie sich diesbezüglich mit dem Case Management bei der Terminvereinbarung zum Beratungsgespräch dazu ab.

Wie lange dauert das Erstgespräch und was wird gemacht?

Das Erstgespräch dauert in etwa 45 Minuten.  Neben der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung bespricht der Arzt mit Ihnen die Krankheitssituation und Behandlungsmöglichkeiten. Ferner können Sie alle Ihre Fragen zum Ablauf und Organisation der Therapie mit dem Case Management vor Ort besprechen. Vor der endgültigen Entscheidung über ihre Behandlungsfähigkeit laden wir Sie in jedem Fall zu einem Erstgespräch ein. Dieser wird von unseren Ärzten am WPE durchgeführt.

Was bringe ich zum Erstgespräch mit?

  • Ihre Krankenversicherungskarte
  • Eine Ärztliche Überweisung zum “Universitätsklinikum Essen”. Anderslautende Überweisungen können nicht genutzt werden.

Bei Kindern:

  • eine Überweisung des Kinderarztes zur Kinderklinik/ Universitätsklinikum Essen

Bei Erwachsenen:

  • Kopfbestrahlung: eine Überweisung zur Endokrinologie / Universitätsklinikum Essen”
  • Prostatabestrahlung eine Überweisung zur Urologie / Universitätsklinikum Essen
  • Aktuelle Befunde und Aufnahmen, die in den letzten Tagen/Wochen erstellt wurden und uns noch nicht vorliegen
  • Ein aktuelles Blutbild (max. 2 Wochen alt)
  • Aktuelle Laborwerte: Creatinin, GFR, TSH, T3, T4
  • Allergie-, Röntgen- und Marcumar-Ausweis, falls vorhanden
  • Persönliche Dokumente (Personalausweis oder Reisepass)
  • Persönliche Medikamente oder zumindest eine Liste der Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen
  • Eventuell weitere von uns angeforderte Unterlagen
  • Falls benötigt Ihre Lesebrille

Kostenübernahme & Terminierung

Nachdem Ihre Behandlungsfähigkeit festgestellt wurde, setzt sich unser Patientenmanagement bezüglich einer eventuellen Kostenübernahme und der weiteren Terminierung in Verbindung.

Falls die Kosten zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert sind und die Frage nach einer Protonenbestrahlung grundsätzlich positiv beantwortet werden kann, so können wir kurzfristig weitergehende diagnostische Untersuchungen (MR, CT, Sonografie etc.) einplanen.

Ob in Ihrem Fall so vorgegangen werden kann, wird der zuständige Mitarbeiter des Case Managements mit Ihnen besprechen. In jedem Fall sollten Sie an am Tag des Beratungsgespräches ausreichend Zeit mitbringen, falls weiterführende Untersuchungen notwendig erscheinen.

Wie funktioniert das mit der Kostenübernahme für die Protonentherapie?

Mit einigen gesetzlichen Krankenkassen können wir direkt abrechnen und übernehmen für Sie die Formalitäten. Andere Kassen bewilligen die Protonentherapie nach Einzelfallentscheidung. Teilweise schalteten hierzu die Krankenkassen den MDK (medizinischer Dienst der Krankenversicherung) zur die Entscheidung der Einzelprüfung ein. Das Case Management unterstützt Sie gerne bezüglich der Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse. Die dazu erforderlichen Unterlagen (Kostenvoranschlag und das dazugehörige ärztliche Begründungsschreiben) senden wir Ihnen zu.

Auch für privat versicherte Patienten versuchen wir über unser Case Management die Zahlungsmodalitäten für das Therapieverfahren zu erleichtern. Für Patienten, die Ihre Behandlung selber begleichen, wird ein individueller Kostenvoranschlag erstellt. Dieser orientiert sich an den Krankheits- und Befundberichten und damit verbundenen voraussichtlichen Behandlungsdauer und. Die Kosten sind vor Behandlungsbeginn zu begleichen.

Für Patienten aus EU-Mitgliedsstaaten gelten die Grundsätze der Arztfreiheit mit der Möglichkeit, dass sie sich auch in Deutschland einer Behandlung gegen Kostenerstattung durch Ihre jeweilige Krankenkasse entscheiden können. Demnach kann ein Patient aus einem EU-Mitgliedsstaat grundsätzlich Kostenerstattung beanspruchen, wenn er sich in Deutschland einer Protonenbestrahlung unterzieht.

Dies gilt auch für im EU-Ausland wohnende Patienten, die nur zum Zwecke der Behandlung nach Deutschland einreisen. Für die Abwicklung der Behandlung gibt es zwischen der ausländischen und der betreffenden deutschen Krankenkasse ein formalisiertes Abrechnungsverfahren.
Dazu beantragen Sie bitte bei Ihrer Kasse das dazu erforderliche E 112 Formular und senden Sie dieses, gemeinsam mit einer Kopie Ihres Passes an unser Case Management.

Das ausländische Versicherungssystem kann bestimmte vom Patienten einzuhaltende formale Obliegenheiten vorsehen bitte nehme Sie zu diesen Fragestellungen ebenfalls Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf. Sollte Ihre Krankenkasse nicht dem E112 Abrechnungsverfahren angeschlossen sein, berechnen wir für die Behandlung eine Behandlungspauschale, die der Patient vor Behandlungsbeginn aufbringen muss.

Wie erfahre ich, ob sich meine Diagnose mit am WPE bestrahlen lässt?

Prinzipiell kann jeder Tumor, der mit der konventionellen Strahlentherapie mit Röntgen bestrahlt werden kann, auch mit Protonen bestrahlt werden. Darüber hinaus ist die Protonentherapie auch für Tumoren geeignet, die bislang einer Bestrahlung nicht zugänglich waren, weil sie zu nah an lebenswichtigen gesunden Organen lagen.

Ob in Ihrem speziellen Fall eine Indikation zur Bestrahlung mit Protonen vorliegt, kann nur der Strahlentherapeut mit der Fachkunde Protonentherapie an Hand Ihrer bereits vorliegenden Befunde und Bilder entscheiden. Um diese Fragen persönlich zu klären nehmen Sie gerne Kontakt mit unserem Case Management auf. Telefon: +49 (0) 201 723 6600

Ihre Ansprechpartner

Sarkom Behandlung - Ihr Kontakt zum Case Management

Unser Case Management steht Ihnen, Ihren Angehörigen und zuweisenden Ärzten bei Fragen gerne jederzeit zur Verfügung. Bis zum Behandlungsbeginn haben Sie durchgehend ein und denselben Ansprechpartner.