DKS weitet die Förderung des Beratungszentrums für Partikeltherapie weiter aus

Das Beratungszentrum für Partikeltherapie in der pädiatrischen Onkologie der Universitätsmedizin Essen erhält für weitere drei Jahre eine Förderung durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung (DKS). Das Zentrum unter Leitung von Prof. Dr. med. Beate Timmermann wurde 2012 eingerichtet und bietet Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, Betroffenen und Angehörigen eine unabhängige und kostenlose Fallberatung zur Indikation einer Protonentherapie (PT) oder alternativen Therapiemöglichkeiten. Die DKS unterstützt das Beratungszentrum Partikeltherapie seit 2012 durchgehend und stellt bis 2025 noch einmal Mittel in Höhe von insgesamt 331.200 Euro zur Verfügung. Besonders erfreulich: Hierbei werden erstmals auch strahlentherapeutische Referenzzentrumsstrukturen für die Nicht-ZNS Tumoren berücksichtigt. 

Als ärztliche Leiterin des WPE und Direktorin der Klinik für Partikeltherapie des Universitätsklinikums Essen zählt Prof. Timmermann zu den führenden Expertinnen in der pädiatrischen Strahlentherapie. Sie ist als Referenzstrahlentherapeutin in unterschiedlichen Studienkommissionen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) tätig, insbesondere im Bereich der ZNS-, immer häufiger jedoch auch im Bereich der Nicht-ZNS-Tumoren. Dabei geht es nicht mehr nur um die Beratung zur Behandlung mit Partikeln, sondern grundsätzlich um die geeigneten Indikationen und Konzepte der Strahlentherapie mit unterschiedlichen Techniken für den jeweiligen Tumor. „Das Beratungszentrum hat seit seiner Gründung bislang mehr als 5.300 Anfragen bearbeitet. Dabei ist sowohl die grundsätzliche Anzahl als auch die Zahl von Anfragen zu Nicht-ZNS-Tumoren bei Patientinnen und Patienten unter 21 Jahren gestiegen. Aufgrund des offensichtlichen Bedarfs haben wir den Förderantrag entsprechend angepasst; von jetzt an können wir zusätzlich zu dem Bereich der ZNS-Tumoren – seit 2019 bereits von der DKS gefördert – nun auch für Patienten mit Tumoren außerhalb des zentralen Nervensystems ein gutes Beratungsangebot gewährleisten. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Deutsche Kinderkrebsstiftung unsere Ziele so großzügig unterstützt.“

Neben der umfassenden, interdisziplinären Fallberatung legt das Beratungszentrum für Partikeltherapie in der pädiatrischen Onkologie einen dezidierten Schwerpunkt auf die Verfassung von Behandlungsleitlinien, Konzeption und Durchführung von Studien und Projekten in Kooperation mit nationalen und internationalen Studien- und Arbeitsgruppen. Dabei ist die Integration der Protonentherapie in alle relevanten Leitlinien und Therapieoptimierungsstudien in der pädiatrischen Onkologie ein wichtiges Ziel.

Kontakt
Referenzzentrum des WPE / Beratungszentrum für Partikeltherapie in der pädiatrischen Onkologie
Das Referenzzentrum steht Ihnen, Ihren Angehörigen und zuweisenden Ärzten bei Fragen gerne jederzeit zur Verfügung.
Per Telefon: +49 201 723 8156
Per Fax: +49 201 723 5978
Per E-Mail: wpe_referenzzentrum_strahlentherapie@uk-essen.de
www.wpe-uk.de/fachinformationen/referenzzentrum/

Weitere Informationen zum Konsortium strahlentherapeutischer Referenzzentren im HIT-Netzwerk:
https://www.wpe-uk.de/foerderung-der-deutschen-kinderkrebsstiftung-fuer-hit-konsortium-verlaengert/?utm_source_Newsletter
https://www.wpe-uk.de/neues-konsortium-der-strahlentherapeutischen-referenzzentren-im-hit-netzwerk/