Protonentherapie bei HNO-Tumoren

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu einer möglichen Behandlung Ihres HNO-Tumors mit Hilfe der Protonentherapie am WPE. Durch diese zielgenaue und dadurch behutsame Form der Strahlentherapie können wir eine Vielzahl an gut- und bösartigen HNO- bzw. Kopf-Hals-Tumoren behandeln. Zurzeit therapieren wir überwiegend fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren, z.B. Nasopharynxkarzinome (Tumore im Nasenrachenraum), Karzinome der Nasennebenhöhlen, Ästhesioneuroblastome sowie Speicheldrüsenkarzinome. Die Behandlungsoptionen und der Verlauf der Therapie in unserem Zentrum richten sich dabei immer nach dem individuellen Krankheitsbild eines jeden Patienten.

Behandelbare Diagnosen

  • Adenoidzystisches Karzinom
  • Adenokarzinom
  • Ästhesioneuroblastom
  • Azinuszellkarzinom
  • Karzinome der Nasennebenhöhlen
  • Kraniofazialer Tumor
  • Maligner epithelialer Tumor
  • Myoepitheliales Karzinom
  • Nasopharynxkarzinom
  • Olfaktoriusneuroblastom
  • Plattenepithelkarzinom
  • Schleimhautmelanom
  • Speicheldrüsenkarzinom

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Therapien

Wichtigste therapeutische Maßnahmen bei der Behandlung von HNO-Tumoren sind Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie. Wie auch die Strahlentherapie mit Photonen wird die Protonentherapie nicht isoliert angewendet, sondern im Rahmen eines interdisziplinären Therapieplans. Diesen legen Vertreter aller relevanten Fachdisziplinen in sogenannten Tumorboards, für jeden einzelnen Patienten und die Erkrankung individuell fest.

Häufig erfolgt eine Strahlentherapie mit Protonen von HNO-Tumoren adjuvant, d.h. im Anschluss an eine Operation. Beispielsweise wenn bei einem Eingriff nicht das gesamte Tumorgewebe entfernt werden konnte, die Sicherheitsränder sehr knapp waren oder der Tumor bereits in Lymphknoten oder andere Organe gestreut hat. In Fällen, in denen ein Tumor aus medizinischen oder anderweitigen Gründen nicht operiert werden kann, kommt in bestimmten Fällen eine Bestrahlung in Kombination mit einer Chemotherapie zum Einsatz.

Abgestimmt auf Ihr persönliches Umfeld kann die Chemotherapie hierzu sowohl in Ihrem Krankenhaus bzw. Ihrer Praxis zu Hause als auch im Universitätsklinikum Essen realisiert werden.

Kommt mein HNO-Tumor für eine Behandlung infrage?

Bei einem HNO-Tumor ist die Behandlung in der Regel mit der Protonentherapie durchführbar, wenn Ihnen eine Empfehlung für eine Strahlentherapie von Ihrem behandelnden Facharzt oder Onkologen ausgestellt wurde. Da jedoch immer Ihr jeweiliges Krankheitsbild ausschlaggebend ist, prüfen unsere Radioonkologen Ihren persönlichen Fall umfangreich.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Für eine erste schnelle und individuelle Prüfung, ob eine Protonentherapie in Ihrem Fall grundsätzlich infrage kommt, benötigen wir einen zusammenfassenden Arztbericht bzw. alternativ die Arzt- und OP-Berichte sowie aktuelle CT- oder MRT-Bilder.

Für die nachfolgende Planung Ihrer Therapie benötigen wir weitere Unterlagen, die wir in dieser Liste für Sie zusammengestellt haben. Bei weiteren Fragen hilft Ihnen unser Case Management gerne weiter.

Kontaktaufnahme

Jeder Patient und jeder HNO-Tumor ist anders, daher betreuen wir unsere Patienten immer individuell. Ihr Weg zu uns führt über unser Case Management. Es ist die Schnittstelle zwischen Ihnen und unserem ärztlichen und therapeutischen Team. Nach der Anfrage durch Sie, Ihren Angehörigen oder Ihren Arzt steht Ihnen bis zum Behandlungsbeginn immer ein persönlicher Ansprechpartner aus dem Team des Case Managements zur Seite. Dieser unterstützt Sie auch bei der Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen. Wenn diese vollständig vorliegen, folgt die Prüfung der Unterlagen durch einen Radioonkologen.

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Weiterführende Informationen

Prof. Beate Timmermann beantwortet die wichtigsten Fragen zur Protonentherapie in einer Sonderbeilage von „Die Welt“.

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Ihre Ansprechpartner

Sarkom Behandlung - Ihr Kontakt zum Case Management

Unser Case Management steht Ihnen, Ihren Angehörigen und zuweisenden Ärzten bei Fragen gerne jederzeit zur Verfügung. Bis zum Behandlungsbeginn haben Sie durchgehend ein und denselben Ansprechpartner.