Indikationen

Aktuell bestrahlen wir am WPE insbesondere nicht-atemverschiebliche Tumoren im Kopf-, Wirbelsäulen- und Beckenbereich (also vornehmlich primäre Hirntumoren sowie Sarkome von Schädelbasis, Gesichtsschädel, Wirbelsäule und Becken). Auch Prostata-Karzinome und Nasopharynx-Karzinome finden Berücksichtigung (siehe Indikationsliste).

Auch für Tumoren im Kindesalter kann die hier angebotene Protonentherapie aufgrund der geringeren Belastung des noch unreifen, empfindlichen Gewebes von großem Vorteil sein. Die Behandlung von Kindern stellt daher einen Schwerpunkt unserer Arbeit dar. Auch jüngeren Kindern (< 5 Jahren) können wir eine Behandlung mit Protonen anbieten.

Bewegliche Tumoren wie im Bereich der Brust, der Lunge, Leber, des Magens, Darms und der Bauchspeicheldrüse behandeln wir derzeit noch nicht.

Mit technischem und kapazitativem Ausbau der Behandlungsräume und der Begleitung der Behandlung in wissenschaftlichen Studien und Registerstudien wird die Anwendung der Protonentherapie Schritt für Schritt ein immer breiteres Indikationsspektum abdecken.

Mögliche Indikationen für eine Protonentherapie am WPE:

Diagnosen:

    Tumoren im Kindesalter: ZNS, parameningeal/ kraniofazial, Wirbelsäule, Becken

    Tumoren im Erwachsenenalter:

    • Gliome Grad II oder III
    • Glioblastome
    • Meningeome
    • Kraniopharyngeome
    • Hypophysenadenome
    • Ependymome, Medulloblastome, stPNET, Germinome (auch kraniospinale Behandlungen)
    • Chordome/Chondrosarkome der Schädelbasis, der Wirbelsäule, und des Beckens
    • Glomustumoren
    • Knochen- oder Weichteilsarkome der Schädelbasis, der Wirbelsäule und des Beckens
    • Nasopharynxkarzinome (als Boost oder Lymphabfluss)
    • Karzinome der Nasennebenhöhlen
    • Ästhesioneuroblastome
    • Fortgeschrittene Beckentumoren mit Lymphabfluss
    • Speicheldrüsenkarzinome, Adenoidzystische Karzinome
    • Prostatakarzinome (besonders intermediate / high risk)
    • Komplexe Rezidivsituationen